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Das Geschenk der Demenz

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Entdecke die verborgene Perle in Das Geschenk der Demenz

Fühlst du dich überfordert oder hilflos angesichts der Demenz eines geliebten Menschen? Das Geschenk der Demenz – Ein Heilungsweg für alle Beteiligten von Eva Denk zeigt dir einen Weg durch die Herausforderungen hin zu tiefer Heilung und Liebe. In ihrer ehrlichen und berührenden Geschichte erzählt die Autorin, wie sie mit ihrer Mutter durch alle Stadien der Demenz ging und dabei nicht nur Frieden mit ihr, sondern auch mit sich selbst fand. Dieses Buch ist ein Mutmacher für alle Angehörigen und Pflegenden – es enthüllt, wie hinter Schmerz und Verlust eine transformative Kraft wartet.

Inhaltsangabe: Das Geschenk der Demenz – Ein Heilungsweg für alle Beteiligten

Das Geschenk der Demenz von Eva Denk ist ein tiefgehendes Werk, das die persönliche Reise der Autorin mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter Elsa schildert und als Heilungsweg für alle Beteiligten begreift. Eva Denk, erfahrene Beraterin und Medium, verknüpft ihre Erlebnisse von 2018 bis 2024 mit spirituellen Einsichten und praktischen Erkenntnissen. Das Buch gliedert sich in sieben Phasen:

 

  1. Verdrängen – Verleugnen: Der Beginn der Demenz, erste Anzeichen und der Versuch, sie zu ignorieren.

  2. Aufbegehren – Wut: Eskalation der Herausforderungen, emotionale Konflikte und der Ruf nach Unterstützung.

  3. Loslassen – Annehmen: Übergang ins Seniorenzentrum und erste Schritte zur Akzeptanz.

  4. In der Demenz ankommen – Zustimmen: Anpassung an die neue Realität und Humor als Schlüssel.

  5. Das Herz übernimmt – Wandlung: Entdeckung der Weisheit und Poesie der Demenz.

  6. Liebe – Hingabe: Tiefe Verbindung und heilsames Miteinander trotz Distanz.

  7. Heilen – Befreien: Heilung durch Vertrauen, Ahnenthemen und Dankbarkeit.

Begleitet von Reflexionen über Traumata, Ahnenmuster und gesellschaftliche Aspekte, zeigt das Buch, wie Demenz nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch ein Geschenk der Selbstannahme und kollektiven Heilung birgt. Es schließt mit einer umfassenden Literaturliste und einem Dank an alle Unterstützer.

WENN SICH ALLES ÄNDERT

„Welcher Tag ist denn heute?“ „Heute ist Dienstag, Mama!“ „Ah ja, danke, dann ist morgen Mittwoch.“ „Ganz genau“, sage ich beflissen und erleichtert über ihre korrekte Antwort. Nach einer Minute: „Ich wollte mal fragen: Welcher Tag ist denn heute?“ Etwas amüsiert und doch leicht irritiert antworte ich: „Äh, Dienstag.“ „Ach, dann ist es ja gut“, seufzt wohlig meine Mutter. „Und gut, dass heute Sonntag ist“, tönt es mir nach zwei Minuten entgegen. „Nein“, antworte ich leicht schockiert, aber nach außen geduldig und liebe voll, „es ist Dienstag, Mama.“ „Ach so, ja, es ist Dienstag. Danke dir.“ Wir sitzen bei einer Tasse Tee, und diese Fragen wiederholen sich im Rhythmus von wenigen Minuten. Meine Geduld neigt sich beim zehnten Mal dem Ende zu und eine ängstliche Verwirrung übernimmt. Das lasse ich mir aber nicht an merken, denn auf jede noch so kleine Ablehnung oder Irritation reagiert meine Mutter äußerst sensibel. Ich rede mir mein grummelndes Bedrohungsgefühl schön: Das ist eine ganz normale altersbedingte Vergesslichkeit. Es wird wieder besser werden. Sie hatte wohl nur einen schlechten Tag. Vielleicht braucht sie nur etwas Entspannung. Demenz war lange kein Thema, das ich mit meiner Mutter und dieser Situation verband. Den meisten, die sich dieser Erfahrung stellen dürfen, geht es wohl ähnlich, was ich aus vielen Gesprächen mit Betroffenen erfuhr. Oft stolpern Menschen, die mit dem sich verändernden Verhalten ihnen Nahestehender bei beginnender Demenz konfrontiert sind, völlig unbedarft in diesen enorm herausfordernden Prozess. Für all die Mutigen, die gerade auf der Reise mit einem demenziell veränderten Angehörigen sind, der den „normal“ funktionierenden Verstand verliert, schreibe ich dieses Buch. Auch wenn du bereits durch diesen Prozess hindurchgegangen bist oder einfach wissen willst, warum Demenz in unserer Gesellschaft immer präsenter wird, möchte ich dir hiermit einen anderen Blickwinkel anbieten. Jedem einzelnen, der gerade mit seinem Schicksal hadert und verzweifelt ist, würde ich gerne zurufen: „Gib nicht auf und geh beherzt durch! Es ist ein Sinn dahinter, dass du genau jetzt mit Demenz konfrontiert wirst. Auch wenn es dich alle Kraft kostet: Es ist nicht umsonst, was du für den anderen tust. Dahinter ruht eine noch verborgene Perle, die nur darauf wartet, von dir wahrgenommen zu werden. Auch wenn du im Moment nur die Schattenseiten, die Herausforderungen und das Schwere siehst, wirst du eines Tages das Geschenk darin erkennen.“ Vielleicht kann ich dir mit meiner Geschichte helfen, eine andere Sicht auf all das zu bekommen, was dir so viel abverlangt. Und vielleicht kannst du die Perle darin erkennen und lernen, deinen Weg mit der Demenz eines geliebten Menschen anzunehmen. Demenzbegleitung ist eine hohe Schule und ein extrem herausfordernder Weg. Für mich war er mit vielen Steinen gepflastert. Bis die Perle schimmernd in meiner Hand lag, dauerte es Jahre, in denen ich mühsam zu akzeptieren lernte, dass meine Mutter dement wird und ich nichts dagegen tun kann. Es brauchte seine Zeit, bis ich von Kontrolle, dem Wunsch, sie wäre gesund und der Angst, einen Fehler zu machen, loslassen konnte. Ich irrte meist ohne Wegweiser durch die Wildnis, in die mich diese erstaunlich chaotische Reise führte. Im Nachhinein hätte ich mir viel mehr Wissen, mehr Berichte von anderen und vor allem hilfreiche Unterstützung bei dem aufwühlenden Abenteuer mit Elsa, meiner Mutter, gewünscht. Deshalb sitze ich nun da und schreibe auf, wie mich dieser unerwartet tief gehende Prozess auseinandergenommen und wieder völlig neu zusammengesetzt hat. Ich möchte keinen einzigen Schritt missen. Jetzt. Mittendrin wollte ich nur noch raus, weg, flüchten, aufgeben und mich davonmogeln. Wie gut, dass ich drangeblieben bin. Viele Menschen gehen gerade ähnliche Wege bei der Demenzbegleitung mit einem Nahestehenden, wie ich ihn gehen musste oder vielmehr durfte. Ihnen und all den Pflegenden zu Hause und in Heimen gilt meine ganze Hochachtung und auch mein tiefstes Mitgefühl für alle Emotionen, die dabei konfrontiert werden dürfen. Ihr seid wahre Helden!

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